Am 29. März ist das Bülacher Stimmvolk eingeladen, über die beiden Kreditvarianten für die Erneuerung der Rössligasse, abzustimmen. Die FDP Bülach hat anlässlich ihrer Parteiversammlung Ihre Mitglieder ausführlich über die Vorlage informiert. Stadtrat Mark Eberli und Heimleiterin Elisabeth Walder präsentierten das Umbauvorhaben und argumentierten für den Umbau. Ernst Meier und Gemeinderat Frédéric Clerc, beide vom überparteilichen Komitee für eine durchdachtes Alters- und Pflegeheimkonzept, erläuterten die für eine Ablehnung sprechenden Punkte.
In der anschliessenden, regen Diskussion wurden die einzelnen Argumente für oder gegen einen Umbau gegeneinander abgewogen. Dass ein Handlungsbedarf in der Rössligasse besteht, war von allen Versammlungsteilnehmern unbestritten, Differenzen bestanden einzig im Umfang der auszuführenden Arbeiten.
Die Kosten für die Erneuerung der vorhandenen Plätze betragen um die 80 Prozent eines neuen, den heutigen Ansprüchen genügenden Pflegeplatzes. Leider erreichen aber auch die runderneuerten Zimmer in der Rössligasse diesen Anspruch nie, da die Bausubstanz einfach zu wenig Spielraum für eine Grundrissveränderung zulässt. In Zeiten akuten Mangels bei Pflegeplätzen werden sogar noch Zimmer zugunsten von öffentlichen Flächen und Büroräumlichkeiten aufgegeben! Büroräumlichkeiten, welche unter Umständen bei einer Zusammenführung der beiden Bülacher Altersinstitutionen gar nicht mehr benötigt werden.
Neben dem finanziellen Aspekt ist dies nämlich ein weiterer wichtiger Baustein. Die FDP hat bereits in der ersten Vernehmlassung zum Alterskonzept gefordert, dass bevor grössere Investitionen getätigt werden, die Organisation und Führung neu geregelt werden muss. Erst wenn eine gesamthafte Strategie vorliegt, kann definitiv entschieden werden was mit der Rössligasse geschieht (Pflegeheim, Wohnen+, etc.).
Schlussendlich fasste die FDP Bülach die Nein-Parole für den Umbaukredit zur Rössligasse. Sie will damit ein klares Zeichen setzen, dass mit den in Bülach (spärlich) vorhandenen Mitteln haushälterisch umgegangen wird und jetzt vordringlich neue Pflegeplätze geschaffen werden müssen (Erweiterungsbau beim AZ Grampen).
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