Die Initiative verlangt, dass die städtische Verwaltung im Grundsatz höchstens so stark wächst wie die Bevölkerung. Notwendige Ausnahmen bleiben möglich, müssen aber transparent begründet, vom Stadtparlament genehmigt und befristet werden.
Bülach wächst – und selbstverständlich muss die Stadtverwaltung ihre Aufgaben erfüllen können. Gleichzeitig ist in den letzten Jahren sichtbar geworden, dass das Stellenwachstum der Verwaltung deutlich stärker zunimmt als die Bevölkerung. Genau hier setzt die Volksinitiative «Personalbremse für die Stadt Bülach» an.
Die FDP Bülach will mit der Initiative einen klaren Grundsatz in der Gemeindeordnung verankern: Die Anzahl Vollzeiteinheiten in der städtischen Kernverwaltung (ohne Unterrichtsorganisation) soll mittelfristig höchstens gleich stark wachsen wie die ständige Wohnbevölkerung. Die Unterrichtsorganisation ist davon ausgenommen.
Wichtig ist: Die Personalbremse ist kein pauschaler Stellenstopp und kein Angriff auf die Mitarbeitenden der Stadt. Wenn zusätzliche Stellen sachlich notwendig sind, bleiben Ausnahmen ausdrücklich möglich. Diese müssen jedoch vom Stadtrat beschlossen, vom Stadtparlament genehmigt und befristet werden. Damit entsteht kein Verwaltungsstillstand, sondern ein verbindlicher Rahmen für Priorisierung, Transparenz und finanzpolitische Verantwortung.
Mit zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern konnten in den vergangenen Monaten Unterschriften gesammelt werden. Die FDP Bülach dankt allen Personen, die mitgesammelt, unterschrieben, Bögen zurückgebracht oder im Umfeld mobilisiert haben. Die breite Unterstützung zeigt: viele Bülacherinnen und Bülacher wollen, dass das Wachstum der Verwaltung politisch bewusster gesteuert wird.
Nach der Prüfung der Unterschriften wird die Stadt über das Zustandekommen entscheiden. Kommt die Initiative zustande, folgt die Behandlung durch Stadtrat und Stadtparlament sowie anschliessend – sofern die Initiative nicht zurückgezogen oder anderweitig erledigt wird – die Volksabstimmung.
